Selektion


Das Birnen Züchtungsprogramm von Agroscope am Centre de Fougères, Conthey (VS) begann 1988 in Zusammenarbeit mit East Malling Research, England. Bis 2005 sind von dem Züchter Charly Rapillard 7.500 Sämlinge entstanden. Davon werden aktuell 20 Zuchtnummern zusammen mit neuen, jungen Sämlingen von Danilo Christen ausgelesen und bewertet. Darunter befinden sich auch Kreuzungen von europäischen mit asiatischen Birnen, sogenannte Hybriden.  Bei zahlreichen neuen Birnensorten ist die Affinität mit Quittenunterlagen ein Problem. An einigen Standorten gibt es auch Fälle von Chlorose. Von Agroscope sind 2 Birnen Unterlagen (Conference x Conference) entwickelt worden. Die ersten Ergebnisse sind viel versprechend.

Bereits der griechische Dichter Homer erwähnte die Birne in seiner Odyssee und die             Babylonier verehrten den Birnenbaum als einen „heiligen Baum“. Seit jener Zeit ist die Birne ein Kulturbegleiter der Menschheit und ist an vielen Stellen in der Geschichte wieder zu finden.

Obwohl in den letzten Jahren der Anbau von Birnen in vielen Regionen etwas vernachlässigt wurde und sich das Sortiment kaum verändert hat, ist der Birnenkonsum kontinuierlich gestiegen. So sind wir mit dem Ziel, neue Konsumentengruppen für Birnen zu gewinnen, auf dem richtigen Weg.

Im Bereich der Kulturtechnik erlebte der Birnenanbau einen Wandel, hin zu niedrigen Baumformen.

 

„Äpfel kann man jedoch nicht mit Birnen vergleichen“ da auch spezielle Lagersorten ohne Kühllager nur wenige Wochen ihr Genussstadium behalten. In der Schweiz sind Birnen bis heute nicht ganzjährig im Detailhandel verfügbar.


Nur im Bereich der Direktvermarktung kann eine Vielzahl von Sorten angeboten werden, wogegen man sich im Schweizer Detailhandel auf die Sorten ‚Alexander Lucas‘, ‚Conference‘ und ‚Kaiser Alexander‘ beschränkt.

 

Als zuckerhaltige Frucht ist die Birne vor allem bei Kindern beliebt. Durch ihre Inhaltsstoffe unterstützt sie den Aufbau von Glückshormonen und dient den Menschen so als süsser Gute-Laune-Macher.